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Schwer Erziehbare
20.09.2008 23:33

scary_74 (37)

298 Postings
haben im bekanntenkreis einen fast 18jährigen. bis vor 2-3 jahren ein superlieber netter kerl - bis er anfing "probleme zu machen" (hört sich zwar blöd an aber weis nicht wie ich das anders ausdrücken soll) ging damals mit schule los, das er nix mehr lernen will, sondern arbeiten udn geld verdienen (nur durch ständiges zureden kams zum realschulabschluss und zu nem super ausbildungsplatz). seit diesem jahr gehts aber richtig ab: eltern haben angst vor ihm - er schlägt eltern sowie die im gleichen haus lebenden grosseltern, liegt den ganzen tag im bett seit paar wochen: null bock auf arbeit - wartet drauf das er zum bund geht und dann freiwillig nach afghanistan usw usw usw - höhepunkt war das ein auto gekauft wurde das er dann überall angeeckt hat und vor der polizei alles abgeleugnet hat - geht also jetzt über staatsanwaltschaft.
reden hilft nicht mehr, mutter krank geschrieben weil sie seelisch am boden ist und jugendamt sagt, sie können erst was machen, wenn er auffällig wird - kann das wirklich sein??? gibts keine alternativen???


30.09.2008 22:25

Manfred (53)

39 Postings
was soll hier das Jugendamt machen?
Erziehungsberechtigt sind immer noch die Eltern.
Hat er seine Ausbildung den beendet?
Hier muss man, denke ich, Ursachenforschung betreiben, warum null Bock auf Arbeit?
Warum steht er nicht zu seinen Unfällen?
Hat er sich auch früher vor Verantwortung gedrückt?



01.10.2008 16:27

Chrija (49)

229 Postings
Kenn mich da auch nicht aus, aber es sollte schnell gehandelt werden. (Aber wie und was??? Bin auch ratlos) Klar gehört auch Ursachenforschung gemacht.
Mindestens sollten die Eltern zu ner Erziehungsberatung, zu nem guten Psychologen, damit sie nicht noch fertiger werden. Wie es sich liest ist die ganze Family an der Grenze des belastbaren.
Sicher sind die Eltern erziehungsberechtigt, aber sie brauchen Rückenstärkung, alleine schaffen sie es nicht. Man ist ja auch verunsichert, was richtig ist und was überhaupt möglich ist.
Kolleges Freundins Neffe wurde auch irgendwann sehr komisch, dann stellten sie fest, dass er unter dem Asperger Syndrom litt. Das passt hier aber nicht, jedenfalls soweit ich das kenne. Bei ihm ging es dann darum, ob er in ein Internat geht. (Und da kann man dann schon mal beim Jugendamt anklopfen, wegen teilweiser Kostenübernahme. Sowas ist recht teuer.




01.10.2008 16:33

Chrija (49)

229 Postings

Nachtrag zu oben: Seine Familie hat Angst vor ihm. Jugendamt sagt, sie können erst was machen, wenn er auffällig wird, wenn er seine Family schlägt, ist das nicht auffällig???
Was muss erst noch passieren? Dass er jemanden zum Fenster raus wirft?



01.10.2008 21:55

Manfred (53)

39 Postings
Apropo raus werfen! warum setzen die Eltern ihren rabiaten Sprössling nicht den Koffer vor die Türe?


02.10.2008 21:28

scary_74 (37)

298 Postings
wollten sie machen - aber: sie müssen ihm eine wohnung besorgen, diese bezahlen und auch unterhalt zahlen bis er 25 ist!!!!! also sagen sie dann soll er zuhause bleiben - auch wenn alle angst vor ihm haben
chrija: ist die traurige wahrheit mit dem jugendamt - dachte immer, das ist die letzte hoffnung wenn die sich einschalten - aber siehst ja das sie nicht mal kkönnen
die eltern sind beim psychologen - denke ansonsten wären sie schon früher an diesem stadium angekommen. habe mittlerweile aber auch von kollegen erfarhen, das er auch schon über die "dorfgrenzen" hinaus als anhänger der rechtsradikalen bekannt ist!!!


02.10.2008 22:10

splitter (63)

411 Postings
Eben, war beim Lesen auch meine Vermutung:
Einfluss von außen..., innerer Wettstreit der Werte..., Orientierungsdilemma... Hoffentlich nur eine Entwicklungsphase...


09.10.2008 11:36

Chrija (49)

229 Postings
Hoffe, dass ich bei meinem Kind so ein gutes Fundament gelegt habe, dass er mal in ein paar Jahren nicht in solche Kreise reinrutscht.
Leider kann ich den Eltern auch nichts empfehlen.


22.10.2008 21:17

splitter (63)

411 Postings
Dass das Jugendamt hier noch nichts machen kann, hat seine Gründe vermutlich in unserer Gschichte, ist eben zweischneidig, wenn der Staat übers Jugendamt Einfluss auf Kinder nach Gutdünken nehmen könnte, wsir Deutschen tun uns hier sicher schwer.


23.10.2008 14:16

Chrija (49)

229 Postings
Es ist aber vielleicht doch ein Unterschied, ob die eigenen Eltern um Hilfe und Unterstützung bitten, oder ob eine gelangweilte Nachbarin dort anruft, oder nicht? (Ich weiss es nicht)


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