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Asoziale
17.02.2008 19:54

splitter (63)

411 Postings
Mache mir so meine Gedanken zu den Asozialen.
Lebe hier in Freiburg in einem privilegiertem Umfeld. Allein gewisse Asoziale reißen mich aus meiner romantischen Vorstellung einer, meiner heilen Welt. Ich rede hier nicht von Mitbürgern, deren Leben aus den Fugen geraten ist, die einen mal angehen, wegen eines Fuffie. Ich rede von Menschen, erfolgreichen Menschen, ich rede von Menschen die es in unserer Gesellschaft zu Erfolg und Ansehen gebracht haben. Mit Millioneneinkommen. Die Macht haben, von gesellschaftlicher Relevanz. Unternehmerische Gewinne auslagern, Arbeitsplätze verlagern, und noch die Chuzpe besitzen, ihren Steuerbeitrag unserer Gesellschaft vorzuenthalten. Darf ich ein solches Verhalten unsozial, ja asozial nennen?


17.02.2008 20:11

splitter (63)

411 Postings
Mein Anlaß zur Neueröffnungen dieses Treads:
Lese heute im Amtsblatt, daß ein 82-jähriger Groß-Spender hier in Freiburg eine Spende in Höhe von 1000 Tonnen Sand erbrachte, als Anreiz, zur Renovierung unserer Spielplätze hier. Dies entspräche einem Gegenwert von 18.000 €. Dies wurde von der Stadt zum Anlass genommen, einen Spendenaufruf an die Bevölkerung zu geben. Für weitere Mittel, um unsere Spielplätze hier endlich zu renovieren. Viele Plätze, oder deren Einrichtung wurden hier in der Vergangenheit abmontiert, oder geschlossen, wegen Verletzungsgefahrt für unsre Kinder.
Es kam ein Mehrfaches herein, durch Bürger, aber auch durch Einrichtungen, Firmen usw.
Toll das ganze, meine Anerkennung und Dank an alle. Vor fünf Jahren wurde hier in Freiburg ein neues Konzerthaus erstellt. Es gab im Vorfeld viele Wiederstände, wegen der Verwendung des Geldes. Unser damaliger Bürgermeister, der dieses Projekt persönlich beförderte, konnte sich durchsetzen. Wir reden hier von 80 Millionen. Den alten Konzertsaal gibt es heute noch. Wenn man sich Gedanken macht, zur Nutzung eines Konzrtsaales, fällt mir auf: Genutzt wird er eher von den besser gestellten Bürgern, ich kann mir jedenfalls keine Jahreskarte für 1.200 leisten. Um mir die schönen Künste anzusehen, auch diese werden subventioniert von den Steuereinnahmen, und zwar gehörig, könnten sich sonst nicht rechnen. Und jetzt schauen wir nocheinmal zurück zu Artikel 1, dieses Treads.


25.02.2008 20:08

splitter (63)

411 Postings
Habt Ihr hierzu wirklich keine Meinung?
Egal ob ich mit meiner Einschätzung falsch liege. Bewegen Euch Themen wie "Winter" wirklich mehr?



29.02.2008 21:58

scary_74 (37)

298 Postings
splitter - von bewegen kann keine rede sein! es ist ein wahnsinn was in "höheren" schichten abgeht. und wenn wir ehrlich sind: von was haben unsere "stadtväter" mehr? von otto-normal-verdienern oder von den millionären?? mit den geldigen müssen sie sich doch gut stellen!!! ist doch alles eine schmiererei - sonst nix!
dieses schöne getue von wegen `wir tun was für die kids, für die alten usw` - wann hörst denn des??? im wahlkampf und sonst nie! kaum sind sie gewählt wars das dann. dann wird kein geld mehr für diese personen ausgegeben -dann wird das über spenden finanziert. das schlimme ist: jeder weis es, jeden "kotzt es an" (sorry, aber das ist wohl der richtige ausdruck dafür!!!) aber keiner macht was dagegen - was sollst auch schon machen???


09.03.2008 22:06

splitter (63)

411 Postings
An der Basis mitwirken. Als Ehrenamtlicher.
Hab ich mir zumindest für mein Rentnerdasein vorgenommen.


10.03.2008 23:43

sylvester (42)

9 Postings
das stelle ich mir sehr undankbar vor, hoffe ich habe die möglichleit im alter ewas die welt zu sehen.


11.03.2008 21:20

splitter (63)

411 Postings
Ja schon, wissend was mich erwartet, möchte dennoch der Gesellschaft dienlich sein. Hält mich ja nicht von einem Nebenjob ab.


12.03.2008 16:58

Chrija (49)

229 Postings
Zur Beantwortung deiner letzten Frage im ersten Artikel: ja, darfst du!


12.03.2008 20:49

scary_74 (37)

298 Postings
splitter - deine einstellung ist lobenswert! müssten nur mehr so denken und nicht " den kopf in sand stecken" - sylvester: das eine muss das andere nicht ausschliessen :-)


13.03.2008 19:25

mike (48)

26 Postings
asozial?
das wort selber steht bei uns natürlich für eine andere bedeutung als es eigentlich aussagt!
bei euch wird das wort asozial für die verwendet die keine "sozialarbeiter" sind. aber wer ist das schon?
sind wir nicht alle irgendwie, nach splitters auslegung, asozial?
wer versucht nicht, zumindest alle legalen möglichkeiten steuern zu sparen?
wer fährt nicht gerne nach CZ um dort zigaretten (ohne deutsche steuern) einzukaufen?
wie viele treten aus der kirche aus - mit dem hauptgrund die kirchensteuer zu sparen?
wer betreibt bzw. bezahlt dann die leistungen von caritas usw.?
wieviel geschäfte laufen "schwarz" um die steuern zu sparen?
wo immer wir etwas günstiger im ausland kaufen können tun wir es. auch hier entgehen dem staat steuern.
sind wir dann jetzt alle asozial?
nicht dass ich es für richtig finde, aber stellt euch mal vor ihr bezahlt schon, jahr für jahr, millionen an steuern, das tun die "sogenannten asozialen" ja, da ist keiner dabei der keine steuern zahlt. nun kommt aber eine bank auf euch zu und bietet eine möglichkeit an einen teil der steuern zu sparen. was denkt ihr wie ihr reagieren würdet?
übrigens wenn es früher keine steuersparmodelle in deutschland gegeben hätte, wäre ostdeutschland immer noch sehr arm dran. jetzt sind die "asozialen" die in ostdeutschland investiert haben arm dran.
die reichen unseres landes zahlen schon auch einen beträchtlichen teil unserer steuern ein, nur klafft die schere zwischen arm un reich immer weiter auseinader. gefährlich dabei ist, dass das zur unzufridenheit breiter bevölkerungsschichten führen kann. folge dabei ist dann, was teilweise ja schon sichtbar wird, dass die extremen parteien wieder zulauf erhalten. ob extrem links oder extrem rechts - egal - beides eine katastrophe. eigentlich sollten wir aus unserer geschichte gelernt haben.




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